Warum Kommunen jetzt ein MVZ gründen sollten

In über 4.000 Gemeinden in Deutschland droht in den nächsten zehn Jahren eine ärztliche Unterversorgung. Niedergelassene Ärzte finden keine Nachfolger für ihre Praxen, junge Mediziner bevorzugen Anstellungsverhältnisse in urbanen Zentren, und Klinikschließungen verschärfen die Versorgungslücke im ambulanten Bereich zusätzlich. Für Kommunen bedeutet das: Wird nicht aktiv gegengesteuert, verlieren ganze Regionen ihre medizinische Grundversorgung – und damit ihre Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort.

Ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) ist für viele Städte und Landkreise der wirksamste Hebel, um die ambulante Versorgung aktiv zu sichern. Anders als bei der Hoffnung auf einen neuen Praxisnachfolger nimmt die Kommune die Gesundheitsversorgung selbst in die Hand – als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.

Die Ausgangslage in Zahlen

Hausärzte über 60 Jahre
Jeder 3. in Deutschland
MVZ in Deutschland (2023)
4.574 mit ~30.000 Ärzten
Kommunal getragene MVZ
Unter 50 bundesweit
Marktpotenzial
400+ geeignete Kommunen

Der Trend ist eindeutig: Junge Ärztinnen und Ärzte wollen mehrheitlich in Anstellung arbeiten, statt eine eigene Praxis zu führen. Ein kommunales MVZ bietet genau diese Struktur – moderne Anstellungsverhältnisse, flexible Arbeitszeitmodelle, professionelles Management und Teamarbeit statt Einzelkämpfertum. Für Kommunen im ländlichen Raum wird das MVZ damit zum zentralen Instrument der Fachkräftegewinnung.

Rechtsgrundlage:
Wann und wie Kommunen gründen dürfen

Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz von 2015 hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten für kommunale MVZ-Gründungen erheblich erweitert. In § 105 Abs. 5 SGB V wurde Kommunen ein eigenständiges Gründungsrecht eingeräumt – allerdings unter bestimmten Voraussetzungen.

Zentrale Voraussetzung: Kommunen dürfen ein MVZ gründen, wenn der zuständige Zulassungsausschuss eine drohende oder bestehende Unterversorgung feststellt – oder wenn eine entsprechende Empfehlung des Landesausschusses nach § 100 Abs. 1 SGB V vorliegt. In der Praxis ist diese Hürde bei nachweisbarem Ärztemangel gut zu nehmen.

Die gründungsberechtigten Träger eines MVZ sind in § 95 Abs. 1a SGB V definiert. Neben Kommunen gehören dazu zugelassene Vertragsärzte, Krankenhäuser, Erbringer nichtärztlicher Dialyseleistungen, anerkannte Praxisnetze und gemeinnützige Träger. Für die Zulassung beim Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung sind mindestens zwei Arztstellen mit zusammen einem vollen Versorgungsauftrag erforderlich.

Ärztliche Leitung bleibt vor Ort

Wichtig für kommunale Entscheider: Die ärztliche Leitung verbleibt stets bei einem im MVZ tätigen Arzt. Die Kommune als Trägerin verantwortet die wirtschaftliche und organisatorische Führung – kann diese aber an professionelle Managementgesellschaften delegieren. Diese Trennung von medizinischer Leitung und kaufmännischer Geschäftsführung ist sogar ein Qualitätsmerkmal moderner MVZ-Strukturen.

Rechtsformen für kommunale MVZ im Vergleich

Die Wahl der Rechtsform hat weitreichende Konsequenzen für Haftung, Governance und steuerliche Behandlung. Für kommunale MVZ kommen grundsätzlich drei Rechtsformen in Frage.

Kriterium GmbH gGmbH Öffentlich-rechtlich
Haftung Auf Gesellschaftsvermögen begrenzt Auf Gesellschaftsvermögen begrenzt Kommune haftet
Stammkapital Mind. 25.000 € Mind. 25.000 € Nicht erforderlich
Gewerbesteuer Ja Befreit bei Gemeinnützigkeit In der Regel befreit
Governance Flexibel, GF extern möglich Flexibel, an Satzungszweck gebunden Kommunale Gremien
Empfehlung Häufigste Wahl (69% aller MVZ) Bei gemeinnützigem Versorgungsauftrag Selten, bei Eigenbetrieben

Praxis-Empfehlung: Die GmbH ist für kommunale MVZ in den meisten Fällen die optimale Rechtsform. Sie ermöglicht klare Governance-Strukturen, die Bestellung eines externen Geschäftsführers und bietet Haftungsbegrenzung. Die Kommune bleibt als Alleingesellschafterin in voller Kontrolle – der Gesellschaftervertrag sichert alle Informations- und Weisungsrechte.

Kommunales MVZ gründen: 7 Schritte zum Erfolg

Von der ersten Idee bis zur Betriebsaufnahme vergehen erfahrungsgemäß 12 bis 18 Monate. Der folgende Fahrplan zeigt die wesentlichen Schritte – und warum eine spezialisierte Beratung zur MVZ-Gründung den Prozess erheblich beschleunigt.

1

Bedarfsanalyse & Machbarkeitsstudie

Analyse der Versorgungssituation: Wie viele Ärzte gehen in den nächsten 5 Jahren in Ruhestand? Wie sieht die demografische Entwicklung aus? Welche Fachrichtungen fehlen? Eine fundierte Machbarkeitsstudie mit Patientenstromanalyse und Wirtschaftlichkeitsberechnung bildet die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen – und ist Voraussetzung für politische Beschlüsse und Fördermittelanträge. Eine professionelle MVZ-Gründungsberatung unterstützt bereits in dieser Phase mit strukturierten Analysewerkzeugen und Branchenvergleichswerten.

2–3 Monate
2

Politische Beschlussfassung & Stakeholder-Management

Stadtrats- oder Kreistagsbeschluss zur MVZ-Gründung einholen. Parallel müssen alle Stakeholder eingebunden werden: Fraktionen, Bürgerschaft, Kassenärztliche Vereinigung, Krankenkassen, bestehende niedergelassene Ärzte und potenzielle Kooperationspartner wie Kliniken oder Stiftungen. Erfahrungsgemäß ist professionelles Stakeholder-Management ein kritischer Erfolgsfaktor.

2–4 Monate
3

Gesellschaftsgründung (GmbH)

Erstellung und notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags, Einzahlung des Stammkapitals (mind. 12.500 € bei Gründung), Handelsregistereintragung, Gewerbeanmeldung, steuerliche Registrierung. Der Gesellschaftsvertrag sollte klare Regelungen zu Gesellschafterrechten, Geschäftsführerbestellung und Informationspflichten enthalten.

1–2 Monate
4

KV-Zulassung beantragen

Zulassungsantrag beim zuständigen Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung. Voraussetzung: Nachweis der Gründungsberechtigung nach § 95 SGB V, Benennung der ärztlichen Leitung, Nachweis geeigneter Praxisräume, Vorlage des Gesellschaftsvertrags und der Bürgschaftserklärung der Gesellschafter. Der Zulassungsausschuss tagt in der Regel monatlich.

3–6 Monate
5

Ärzte rekrutieren & Arztsitze sichern

Gewinnung von mindestens zwei Ärzten für das MVZ. In gesperrten Planungsbereichen müssen bestehende Arztsitze erworben oder nachbesetzt werden. Innovative Rekrutierungsansätze wie Tandem-Modelle, Stipendienprogramme, Willkommensprämien und Relocation-Services erhöhen die Erfolgsquote erheblich – besonders in ländlichen Regionen.

3–6 Monate (parallel)
6

Räumlichkeiten, Ausstattung & IT

Praxisräume anmieten oder bauen, medizintechnische Ausstattung beschaffen, IT-Infrastruktur aufbauen (Praxisverwaltungssystem, Telematik-Infrastruktur, digitale Dokumentation). Modern geplante MVZ setzen auf papierlose Prozesse, Online-Terminbuchung und Telemedizin – das steigert Effizienz und Attraktivität für junge Ärzte.

3–6 Monate (parallel)
7

Betriebsaufnahme & professionelles Management

Operativer Start mit strukturiertem 100-Tage-Onboarding: Teamaufbau, Prozesseinführung, Qualitätsmanagement, Compliance-System und Controlling etablieren. In dieser Phase entscheidet sich, ob das MVZ nachhaltig erfolgreich wird – professionelle Geschäftsführung durch erfahrene MVZ-Manager ist hier der entscheidende Faktor.

1–3 Monate

Förderprogramme & Finanzierung für kommunale MVZ

Die Gründung eines kommunalen MVZ ist eine erhebliche Investition. Die gute Nachricht: Bund, Länder und EU stellen zahlreiche Fördertöpfe bereit, die speziell auf die Sicherstellung der ambulanten Versorgung ausgerichtet sind. Eine erfahrene MVZ-Gründungsberatung hilft, die passenden Programme zu identifizieren und die finanzielle Belastung der Kommune deutlich zu reduzieren.

bis 1,9 Mio. €
ESF-Förderung
Europäischer Sozialfonds für Strukturentwicklung und Fachkräftesicherung in ländlichen Regionen.
bis 500.000 €
Innovationsfonds G-BA
Für neue Versorgungsformen und Modellprojekte in der ambulanten Versorgung.
bis 200.000 €
Telemedizin-Förderung
Bundes- und Landesförderung für telemedizinische Infrastruktur und digitale Sprechstunden.
bis 150.000 €
E-Health-Förderung
Digitalisierung von Praxisprozessen, Patientenportale und elektronische Dokumentation.
bis 100.000 €
Barrierefreiheit
Investitionszuschüsse für barrierefreien Zugang und Umbaumaßnahmen.
bis 100.000 €
Fachkräftegewinnung
Stipendien, Willkommensprämien und Relocation-Programme für Ärzte im ländlichen Raum.

Förderkette statt Einzelantrag: Eine durchdachte Förderstrategie verknüpft mehrere Programme sequenziell. Ein erfolgreiches Erstprojekt bildet die Grundlage für Folgeanträge. Über einen Zeitraum von fünf Jahren ist ein Förderpotenzial im mittleren sechsstelligen Bereich realistisch – vorausgesetzt, ein professionelles Fördermittelmanagement wird implementiert.

Warum professionelles MVZ-Management
entscheidend ist

Die Gründung eines MVZ ist der erste Schritt. Der nachhaltige Erfolg steht und fällt mit dem laufenden Management. Genau hier liegt die größte Herausforderung für Kommunen: Die Verwaltung einer Stadt oder eines Landkreises ist auf Baurecht, Finanzen, Ordnungsamt und Soziales spezialisiert – nicht auf KV-Abrechnung, Personalführung im Gesundheitswesen, Compliance oder medizinisches Qualitätsmanagement.

Die Managementlücke schließen

Ohne professionelle Geschäftsführung riskieren kommunale MVZ Abrechnungsverluste (durchschnittlich 5–15% des Umsatzes bei suboptimaler Kodierung), Compliance-Verstöße, hohe Mitarbeiterfluktuation und wirtschaftliche Schieflage. Die Lösung: Die nicht-ärztliche Geschäftsführung an einen spezialisierten MVZ-Manager übertragen, der Expertise in Praxismanagement, Abrechnung (EBM/GOÄ), Personalführung, Controlling und Digitalisierung mitbringt.

KyberMedis GmbH ist Deutschlands erster spezialisierter Anbieter für kommunales MVZ-Management. Anders als klassische Unternehmensberatungen, die nach der Konzeptphase abziehen, übernimmt KyberMedis die dauerhafte operative Geschäftsführung – mit einem erfolgsabhängigen Vergütungsmodell, das die Interessen von Kommune und Managementgesellschaft angleicht.

Das KyberMedis-Modell

Die Kommune bleibt Alleingesellschafterin und behält volle Kontrolle. KyberMedis übernimmt im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags oder als bestellter Geschäftsführer die kaufmännische Führung: Finanzmanagement, Personalwesen, Abrechnung, Compliance, Digitalisierung und Qualitätssicherung. Die ärztliche Leitung verbleibt beim ärztlichen Leiter vor Ort. Ein transparentes Berichtswesen mit Quartalsbericht an die Gesellschafter stellt die demokratische Kontrolle sicher.

MediCenter Ballenstedt – Vom Konzept zum ersten kommunalen MVZ

Die Stadt Ballenstedt (Sachsen-Anhalt, rund 9.000 Einwohner) stand vor einer akuten Versorgungskrise: Mehrere Hausärzte gingen in den Ruhestand, ein Praxisnachfolger war nicht in Sicht. KyberMedis begleitete die Stadt von der Machbarkeitsstudie über die Gesellschaftsgründung bis zur operativen Betriebsaufnahme.

Die Besonderheit: Ein umfassendes Stakeholder-Management mit Stadtrat, Evangelischer Stiftung Neinstedt, Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen-Anhalt, Sozialministerium und dem Medizinischen Zentrum Harz schuf die Grundlage für breite politische Unterstützung. Die frühzeitige Mitgestaltung der Architekturplanung im Diakonie Zentrum Ballenstedt ermöglichte eine optimale Raumkonzeption für ein modernes, voll digitalisiertes MVZ.

Häufige Fragen zur kommunalen MVZ-Gründung

Ja. Seit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz 2015 sind Kommunen (Landkreise, Städte und Gemeinden) explizit als gründungsberechtigte Träger in § 105 Abs. 5 SGB V benannt. Voraussetzung ist eine festgestellte oder drohende Unterversorgung. In der Praxis wird diese Voraussetzung bei nachweisbarem Ärztemangel regelmäßig erfüllt.
Die GmbH ist mit 69% Marktanteil die mit Abstand häufigste Rechtsform für MVZ in Deutschland – und auch für kommunale MVZ die Empfehlung. Sie bietet Haftungsbegrenzung, flexible Geschäftsführung und klare Governance. Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 Euro. Alternativ kommt die gGmbH in Frage, wenn Gemeinnützigkeit und Steuerbefreiung im Vordergrund stehen.
Die reinen Gründungskosten (Stammkapital, Notar, Rechtsberatung, KV-Zulassung) liegen bei 50.000–70.000 Euro. Hinzu kommen Investitionen in Praxisausstattung (50.000–300.000 Euro je nach Größe und Fachrichtungen) und IT-Infrastruktur. Diverse Förderprogramme auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene können einen erheblichen Teil abdecken.
Wer ein kommunales MVZ gründen möchte, sollte auf spezialisierte MVZ-Gründungsberatung setzen, die über reine Rechts- oder Steuerberatung hinausgeht. Klassische Kanzleien begleiten die Gründung nur juristisch – operatives Management, Ärzterekrutierung und Digitalisierung decken sie nicht ab. KyberMedis GmbH bietet als Deutschlands erster Spezialist für kommunales MVZ-Management eine durchgängige Beratung zur MVZ-Gründung: von der Machbarkeitsstudie über Gesellschaftsgründung und KV-Zulassung bis zur dauerhaften operativen Geschäftsführung. Ergänzend beraten Kassenärztliche Vereinigungen zu Zulassungsfragen, der Deutsche Städte- und Gemeindebund zur strategischen Ausrichtung und Landesförderbanken zur Finanzierung.
Von der Machbarkeitsstudie bis zur Betriebsaufnahme vergehen erfahrungsgemäß 12 bis 18 Monate. Die größten Zeitfaktoren sind die politische Beschlussfassung, das KV-Zulassungsverfahren (der Zulassungsausschuss tagt monatlich) und die Ärzterekrutierung. Mit professioneller Begleitung lässt sich der Prozess erheblich beschleunigen.
Dringend empfohlen. Kommunale Verwaltungen verfügen in der Regel nicht über Expertise in KV-Abrechnung, medizinischem Personalmanagement, Compliance im Gesundheitswesen oder Praxis-Controlling. Professionelle MVZ-Managementgesellschaften wie KyberMedis übernehmen die nicht-ärztliche Geschäftsführung und entlasten die Kommune vollständig – bei voller kommunaler Kontrolle als Gesellschafterin.
KyberMedis ist kein Berater, sondern Deutschlands erster spezialisierter Anbieter für kommunales MVZ-Management. Die Geschäftsführer Prof. Dr. med. Udo Janßen (25+ Jahre Erfahrung in der Gesundheitswirtschaft) und Marco Stach (Wirtschaftsjurist, 11+ Jahre MVZ-Erfahrung) übernehmen nicht nur die Beratung, sondern die dauerhafte operative Geschäftsführung. Die Vergütung ist erfolgsabhängig: KyberMedis verdient nur, wenn das MVZ wirtschaftlich erfolgreich ist.
Ja, uneingeschränkt. Die Kommune bleibt Alleingesellschafterin der MVZ-GmbH und hat damit alle Gesellschafterrechte: Bestellung und Abberufung der Geschäftsführung, Feststellung des Jahresabschlusses, Genehmigung des Wirtschaftsplans. KyberMedis liefert transparente Quartalsberichte mit KPIs und wirtschaftlichen Kennzahlen an die Gesellschafterin. Die ärztliche Leitung wird durch einen vor Ort tätigen Arzt wahrgenommen.

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Expertise & Netzwerk

Die Grundlage für erfolgreiches kommunales MVZ-Management

25+ Jahre FührungserfahrungGesundheitswirtschaft & Sozialwirtschaft
GeschäftsführungKliniken, MVZs, Komplexträger
Top-BeratungSenior Partner KPMG & Deloitte, Management Beratung Health Care & Public Sector
RechtWirtschaftsrecht & Sozialrecht, Compliance
NetzwerkKV, Kommunalverbände, Förderbanken
Innovation & WirtschaftlichkeitAbrechnung, Digitale Prozesse
Prof. Dr. med. Udo Janßen – Geschäftsführer KyberMedis, Experte für kommunale Gesundheitsversorgung
Über den Autor

Prof. Dr. med. Udo Janßen, MBA

Geschäftsführer KyberMedis GmbH · Professor für Gesundheitsmanagement · Executive Coach
Arzt MBA Dipl.-Betriebswirt Wirtschaftsjurist Organisationspsychologe Gerontologe

Mit über 25 Jahren Führungserfahrung in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft verbindet Prof. Janßen medizinische Exzellenz mit operativer und finanzieller Steuerungskompetenz. Als Generaldirektor (CEO) des Wiener Krankenanstaltenverbundes — einer der größten Klinikgruppen Europas mit 30.000 Mitarbeitenden, Kliniken, Geriatrie- und Pflegezentren, psychiatrischen Einrichtungen und einem Budget von 3,5 Mrd. Euro — führte er den strategischen Medizinischen Masterplan durch und setzte Maßstäbe für operative Exzellenz und finanzielle Nachhaltigkeit im öffentlichen Sektor. Zuvor leitete er als geschäftsführender Vorstand das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) und war Senior Partner bei KPMG und Deloitte im Bereich Health Care & Life Science. Als Herausgeber einer 14-bändigen Fachbuchreihe und Keynote Speaker an Universitäten und internationalen Gesundheitskongressen prägt er die Entwicklung neuer Versorgungsmodelle im ambulanten und stationären Sektor. Sein interdisziplinärer Hintergrund in Medizin, Betriebswirtschaft, Recht und Organisationspsychologie ermöglicht es ihm, die komplexen Herausforderungen kommunaler Gesundheitsversorgung ganzheitlich zu lösen.

25+
Jahre Führung
3,5 Mrd.
€ Budget CEO
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